Waldheim in Sachsen
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GaWaRi

Ursprünglich ist die GaWaRi ein Vierseitenhof. Oswald Möbius, geboren 1862, erwirbt den Gasthof zu Richzenhain durch die Heirat mit Antonie Zimmermann, der Tochter vom Besitzer Friedrich Eduard Zimmermann. Durch Möbius wird 1898 der Tanzsaal, der Turm mit Gästezimmern und die Kegelbahn angebaut. Oswald Möbius bewirtschaftet neben dem Gasthof auch noch eine große Landwirtschaft mit Viehhaltung und Feldbau. Nach dem Tode seiner Frau Antonie im Jahre 1924 wird der Gasthof 1925 altershalber an Willi Munkelt verkauft. Oswald Möbius, der bis dahin auch im Gasthof wohnt, baut sich auf der Steineaer Str. 3 ein Haus, welches er bis zu seinem Tode im Februar 1939 bewohnt.

(Quelle: Urenkel Ulrich Wieduwilt von Oswald Möbius, schriftliche Aussage am 06.01.2012 an Matthias Löwe)

1959 wird der große Saal, 1965 wird die Schankstube aus Altersgründen geschlossen. Es wird zum Teil durch den Großhandel umgebaut und für Lagerzwecke genutzt. Nach 1990 stürzt die Saaldecke ein und seit dem ist das Gelände dem Verfall preis gegeben.

(Quelle: DAZ, 03.12.1992)

Betreiber der Gaststätte:

  • Carl Friedrich Klinger
  • Friedrich August Klinger
  • Eduard Zimmermann (Quelle: Adreß- und Geschäfts- Handbuch 1885 und 1886)
  • Oswald Möbius 16.01.1899 (Quelle: Waldheimer Tageblatt, 08.02.1917, Waldheim in alten Ansichten Band 1, 1999; Seidels Adressbuch der Stadt Waldheim 1905-1908 und Führeransichtskarte um 1910)
  • Willi Munkelt (Quelle: Amtliches Fernsprechbuch Juli 1931)
  • 1959 Gebäude zwangsverkauft, Gaststätte betrieben bis 1965, dann erfolgt Einstellung des Gaststättenbetriebes aus Altersgründen (Quelle: DAZ 03.12.1992)

Zahlen über die Größe nach dem Umbau 1898:

  • Erdgeschoss Saal 420 Sitzplätze
  • Bierschwemme 10 Personen
  • Tanzdiele 50 Sitzplätze
  • Gastzimmer 140 Sitzplätze
  • Biertunnel 50 Sitzplätze
  • Kleiner Saal 70 Sitzplätze
  • Bar 30 Sitzplätze
  • Kaffeestube 25 Sitzplätze
  • 1000 Sitzplätze im Garten

(Quelle: Waldheimer Heimatblatt 34)

Quelle: Zeitung Heimatfest 1939

Ga=Wa=Ri=Marsch


für das Jahr 1928


Hört ihr Leute, groß und klein, Gasthof Waldheim-Richzenhain
Nennt sich jetzt bloß "Ga-Wa-Ri", leicht zu merken auch für Sie.
P r i m a ist dort Speis´und Trank bei Musik und Becherklang,
Deshalb stimmt alle ein, fröhlich in den Refrain:
In "Ga-Wa-Ri" juhe, ist man jetzt auf der Höh´,
Gleich nach dem Himmelreich, kommt "Ga-Wa-Ri" sogleich;
Im ganzen Sachsenkand, ist "Ga-Wa-Ri" bekannt,
Drum kommt auch "Er und Sie" so gern nach "Ga-Wa-Ri".

Willst Du mal das Tanzbein schwingen und ein frohes Liedchen singen,
Wo Du keine Sorgen hast, wo Du gern geseh´ner Gast,
Hörst Du die Kapelle an, zuckt dir´s in den Füßen dann,
Und schon nach der ersten Tour, singst Du mit den anderen nur:
In "Ga-Wa-Ri" juhe, ist man jetzt auf der Höh´,
Gleich nach dem Himmelreich, kommt "Ga-Wa-Ri" sogleich;
Im ganzen Sachsenkand, ist "Ga-Wa-Ri" bekannt,
Drum kommt auch "Er und Sie" so gern nach "Ga-Wa-Ri".

Hut vertauscht und Paletot, hat Herr Mayer irgendwo;
Man bringt ihn zur Polizei, diese fragt wießs möglich sei ...!
Mayer spricht: "Ach wissen sie, ich war heut´in "Ga-Wa-Ri" .
Weiter fällt mir nichts mehr ein, als nur höchstens der Refrain:
In "Ga-Wa-Ri" juhe, ist man jetzt auf der Höh´,
Gleich nach dem Himmelreich, kommt "Ga-Wa-Ri" sogleich;
Im ganzen Sachsenland, ist "Ga-Wa-Ri" bekannt,
Drum kommt auch "Er und Sie" so gern nach "Ga-Wa-Ri".

Petrus selbt im Himmel drob´n kann die Engel nicht mehr lob´n,
Jeden Sonntag sucht er sie, find sie auch in "Ga-Wa-Ri" .
Heimwärts dann nach alten Brauch, singt der liebe Petrus auch
Lustig mit den Engelein für sich hin dann den Refrain:
In "Ga-Wa-Ri" juhe, ist man jetzt auf der Höh´,
Gleich nach dem Himmelreich, kommt "Ga-Wa-Ri" sogleich;
Im ganzen Sachsenkand, ist "Ga-Wa-Ri" bekannt,
Drum kommt auch "Er und Sie" so gern nach "Ga-Wa-Ri".

Harthaer Tageblatt-Druckerei Herm. Gläser Hartha

GaWaRi heute ein Trauerspiel

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