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Ansichten des Rittergutes

Rittergut Schweikershain

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Das Rittergut Schweikershain

Datum Ereignis
1346 Bereits zu dieser Zeit dürfte es einen Wirtschaftshof gegeben haben, welcher samt
Dorf Schweikershain zur Herrschaft Kriebstein gehörte
1449 Kunz von Kaufungen erhält von Kurfürst Friedrich II das Gut er lässt es ausbauen und lebt hier. Die Kreuzgewölbe im westlichen Teil des Herrenhauses stammen mit großer Wahrscheinlichkeit aus dieser Zeit.
Gefallen findet er auch an der Fischwirtschaft des Gutes.
1451 Wegen Streitigkeiten mit dem Kurfürsten, wird Kunz gewaltsam vom Gut entfernt.
Dies war der Auslöser zum „Altenburger Prinzenraub“.
Das Gut geht an die Herrschaft Kriebstein zurück.
1551 Georg von Carlowitz, Besitzer der Herrschaft Kriebstein, stirbt.
1561 Der Besitz wird unter den vier Söhnen geteilt. Wolf von Carlowitz erhält des Gut Schweikershain mit dem Städtlein Hartha, den Dörfern Schweikershain, Arras, Dietenhain, Holzhausen, Ober-Crossen, Steina Saalbach und den Gerichten und Zinsen zu Pischwitz.

Er läßt das Gut ausbauen, insbesondere das Herrenhaus, welches um mehr als ein Drittel vergrößert wird. Die westlichen Gewölbeteile des Erdgeschoßes aus dem
15. Jahrhundert wurden in das neue und größere Herrenhaus integriert.
In den Neubau/ Anbau werden Renaissancefenster- Umrandungen eingebaut und er erhält eine volle Unterkellerung.
1593 Georg Willhelm von Berbisdorf erwirbt das Rittergut.
1618-1648 Das Rittergut wird im 30. jährigen Krieg stark verwüstet.
1649-1651 Maria Elisabeth von Kreutz kauft das verwüstete Rittergut und läßt es teilweise neu errichten und renovieren.
Daraufhin wurde dem Zeitgeschmack entsprechend das Herrenhaus im Stil des Barock mit den charakteristischen Zimmerfluchten und Wandbemalungen neu gestaltet
Es folgen fünf Besitzerwechsel.
1718 Hans Joachim von Wallwitz erwirbt das Gut.
Er lies eine neue Kirche erbauen (1719-21).
1751 Georg Reinhard von Wallwitz erbt das Rittergut.
Die wirtschaftlichen und baulichen Gegebenheiten wurden unter ihm wesentlich verbessert. Er lässt neue Wirtschaftgebäude und Scheunen errichten.
Außerdem wurden die Häuslerdörfer Neuwallwitz und Reinhardstal in Hartha gegründet, die seinen Namen tragen.
1835 Gustav von Nostitz-Wallwitz, gelangt durch das Erbteil seiner
Frau Wilhelmine Albertine Gräfin von Wallwitz in den Besitz des Rittergutes.

1834 erfolgte auf Zustimmung des Königs, die Zusammenlegung der
Namen Nostitz und Wallwitz.
1855 Aufhebung der Patrionialgerichtsbarkeit.
Der Rittergutsbesitzer verliert das Recht, Gericht zu halten und Recht über die Einwohner seiner Herrschaft zu sprechen.
Dazu existierte auch eine Gerichtsstube auf dem Rittergut.
Das Rittergut steht nun unter der Gerichtsbarkeit des Amtsgerichtes Geringswalde.
1868 Eine rege Bautätigkeit setzt ein.
Es wird das Herrenhaus ab 1862 umgebaut, der Park neu angelegt,
die abgebrannten Scheunen, Schuppen und Stallgebäude wieder aufgebaut sowie ein neuer Hof, der Brennereihof, angelegt.
Seine größte Ausdehnung erfährt das Rittergut ebenfalls in dieser Zeit mit zirka 330ha Land, davon etwa 100ha Wald.
1885 Karl- Neale von Nostitz-Wallwitz erbte das Rittergut. Unter ihm wurde das Wirtschaftsteil des Gutes verpachtet.
Das Herrenhaus bewohnte weiterhin die Familie von Nostitz-Wallwitz.
1920 Der bisher selbstständige Rittergutsbezirk wird mit dem Dorf Schweikershain zusammengelegt.
1939 Hartwig von Nostitz-Wallwitz, erbt das Rittergut und läst es verwalten.
1945 Nach dem Ende des II.Weltkrieges wurde im Zuge der in der sowjetischen Besatzungszone durchgeführten Bodenreform, die Familie von Nostitz-Wallwitz,
Entschädigungslos enteignet, die verbliebenen Familienmitglieder aus Schweikershain deportiert.
Der Grundbesitz wurde zerschlagen und an landlose Umsiedler (Neubauern) und Kleinbauern verteilt.
Das ehemalige Herrenhaus war nun für kurze Zeit Sitz der sowjetischen Kommandantur in Schweikershain.
Leider kam es durch die Soldaten und einige Dorfbewohner zu Plünderungen im Herrenhaus. So wurden unter anderem, auch Teile der reichhaltigen und wertvollen Bibliothek vernichtet sowie Mobiliar entwendet oder ebenfalls vernichtet.
Ein Teil der großen Gemäldesammlung wurde glücklicherweise sichergestellt und ist unter anderem auf der Burg Kriebstein zu sehen.
1947 Im ehemaligen Herrenhaus und dem Wirtschaftgebäude I wird ein Erholungsheim für an Tuberkulose erkrankter Menschen eingerichtet. Vor allem waren von dieser schlimmen Krankheit aus Krieg und Gefangenschaft zurückgekehrte Soldaten und ausgehungerte Menschen aus den Großstädten betroffen.
1959 Von nun an beherbergen die Gebäude ein Alten- und Pflegeheim.